Die Möglichkeiten um am Aktienmarkt zu spekulieren sind heute vielfältiger denn je. Die für Privatanleger einfachste und wohl auch die gängigste Möglichkeit, ist das Investment in Aktien. Abgesehen von der regelmäßigen Dividendenzahlung ergibt sich die Attraktivität der Aktie aus ihrem Kurssteigerungspotential. Wer in den Haussen ab 2003 oder 2009, als die Kurse auf extrem tiefen Niveaus angelangt waren, eingestiegen ist, konnte sich wenige Monate bis Jahre später über schöne Gewinne freuen.
Strategien
Eine beliebte Strategie lautet: The trend is your friend. In einer Hausse auf steigende Kurse zu spekulieren und in der Baisse die Finger von Aktien zu lassen, lautet hier das Motto. Das Verlustrisiko lässt sich für den Anleger dabei durch das konsequente Setzen von Stopp-Loss-Orders minimieren. Umgekehrt steigen andere genau dann ein, wenn die Kurse am vermuteten Tiefpunkt sind – weil hier die Steigerungschancen langfristig am größten sind sofern das Unternehmen die Krise übersteht. Dank des heute möglichen Online-Aktienhandel sind auch kurzfristige Käufe und Verkäufe möglich, lange Bearbeitungszeiten sind längst Vergangenheit.
Andere Möglichkeiten
Eine weitere Möglichkeit um an den Börsen zu spekulieren bieten Zertifikate. Neben verschiedenen Arten von Zertifikaten sind es v.a. Hebelzertifikate, die dem Anleger große Chancen bieten. Mit einem Hebel von fünf bei einem Hebelzertifikat auf die Daimler-Aktie, könnte der Anleger bei einem zehnprozentigen Kursgewinn von Daimler auf sein eingesetztes Kapital einen Gewinn von 50 Prozent erzielen. Jedoch: Laufen die Kurse in die entgegengesetzte Richtung, so ist ein Verlust von 50 Prozent die Folge. Bei Hebelzertifikaten ist es also noch dringender als bei Aktien, auf Money-Management zu achten. Mit dem konsequenten Einsatz von Stopp-Loss-Orders kann das Verlustrisiko entscheidend minimiert werden.
Mit noch kurzfristigerem Zeithorizont handeln Spekulanten im Forex-Markt, also im Markt für Devisen. Hier tummeln sich besonders Daytrader, die durch schnelles Ein- und Aussteigen, z.B. beim Euro/US-Dollar, einen schnellen Gewinn erzielen wollen. Der Hebel beträgt hier meist 50 oder mehr, wodurch sich natürlich auch das Risiko erheblich erhöht. Profis können mit Devisenspekulation große Gewinne erwirtschaften, doch kennen sie auch die enormen Risiken, die den Chancen gegenüber stehen. Nur Spekulanten mit Erfahrung und der richtigen Methode sollten sich daher an den Devisenmarkt heranwagen.
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